                    *        PumpUp (The Volume)        *
                    *        -------------------        *
                    *          1991 Claus Brod         *
                    *            PD-Version             *

PumpUp ist ein kleines Formatierprogrammm, das alle gngigen Formate
beherrscht. Obwohl es sich recht einfach bedienen lt, sollen doch ein
paar Anmerkungen dazu nicht fehlen. Diese Kurzanleitung wird Ihnen
allerdings nicht erklren, was "Formatieren" bedeutet, warum man das mit
Disketten machen mu und was genau dabei passiert. Das sollte doch
langsam ins Allgemeinwissen bergegangen sein, zumal es dazu gengend
Literatur gibt. (Genau, den KLEISTER meine ich.) Was bietet
PumpUp?

   alle gngigen Formate als Standardeinstellungen erreichbar
   formatiert auch HD-Disketten
   verifiziert beim Formatieren und markiert defekte Sektoren als belegt
   luft auch als Accessory (einfach umbenennen)
   lt sich als Accessory in GEMINI durch Doppelklick starten
   erzeugt Schnelladeformate
   erzeugt MS-DOS-kompatible Disketten
   luft auf STs, STEs und TTs
   Lieblingsformat in der RSC-Datei voreinstellbar

DIE FORMATPARAMETER
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Gehen wir die einzelnen Parameter durch, die Sie durch Mausklick
einstellen knnen:

LAUFWERK:   Whlen Sie A oder B aus, je nachdem, wo Sie die zu
            formatierende Diskette eingelegt haben. Laufwerk A
            ist voreingestellt. Wenn Sie nur ein Diskettenlaufwerk
            angeschlossen haben, erbrigt sich die Wahl, und
            Laufwerk B ist nicht mehr anwhlbar.

SEITEN:     PumpUp kann Disketten sowohl einseitig als auch
            zweiseitig formatieren. Wenn Sie also immer noch ein
            einseitiges Laufwerk besitzen - kein Problem.

SEKTOREN PRO CLUSTER:
            GEMDOS unterteilt den Ihnen zugnglichen Datenbereich einer
            Diskette in Blcke, die Cluster genannt werden. Jeder
            Cluster umfat einen oder mehrere Sektoren auf der
            Diskette. GEMDOS bndelt normalerweise zwei Sektoren zu
            einem Cluster. Unter MS-DOS ist es bei HD-Disketten (1.2 MB
            und 1.44 MB) blich, nur einen Sektor pro Cluster einzustellen.
            Das verlangsamt zwar den Zugriff auf Disketten, aber bitte-
            schn: Wenn unsere Freunde aus der PC-Welt das so haben
            wollen...

            Dieser Parameter ist auf "2" voreingestellt. Im Normalfall
            brauchen Sie sich nicht weiter darum zu kmmern.

            brigens formatiert PumpUp Disketten grundstzlich nach den
            Konventionen von Microsoft. Sollte ein PC dennoch bestimmte
            Formate nicht lesen knnen, die PumpUp erzeugt hat, liegt
            das an den ziemlich beschrnkten Diskettenerkennungsroutinen,
            die man meist im BIOS eines PCs vorfindet. Wenn Sie sicher
            gehen wollen, da ein PC PumpUp-Disketten versteht,
            verwenden Sie die Formate "720 KB", "1.2 MB DOS" oder
            "1.44 MB DOS" (siehe weiter unten).

STEPRATE:   Beim Wechseln der Spuren legt der Floppycontroller eine
            kleine Pause ein, deren Dauer (in Millisekunden) Sie hier
            einstellen knnen. Voreingestellt sind 3 ms, was fr die
            meisten Anwendungen auch pat. Wenn Sie HD-Disketten
            am ST formatieren wollen, mssen Sie allerdings auf
            mindestens 6 ms umstellen. Gleiches gilt, wenn Sie ein
            besonders altes und trges Laufwerk besitzen sollten.

SPUREN:     Manche Laufwerke lassen es zu, mehr als 80 Spuren auf einer
            Diskette zu formatieren; so lt sich bisweilen noch ein
            ganz erkleckliches Datensmmchen herausholen. Wieviel
            Spuren Ihr Laufwerk vertrgt, mssen Sie durch Probieren
            herausfinden: Formatieren Sie testweise mit 82 Spuren
            und kopieren Sie dann die Diskette komplett voll.
            Versuchen Sie dann, die letzte geschriebene Datei zu
            lesen. Wenn das funktioniert, vertrgt Ihr Laufwerk auch
            82 Spuren. Natrlich knnen Sie auch mehr Spuren versuchen;
            PumpUp erlaubt Einstellungen im Bereich von 40 bis 86.

SEKTOREN:   Auf normalen ST-Disketten werden pro Spur 9 Sektoren
            angelegt. Ohne Schwierigkeiten kann man allerdings auch
            10 Sektoren anlegen, was Ihnen 80 KB pro Diskette einbringt.
            HD-Disketten werden mit 15 (5.25"-Disketten), 18 (3.5"-
            Disketten) oder gar 20 Sektoren formatiert, womit Sie
            auf bis zu 1.6 MB pro Diskette kommen. Einstellen knnen
            Sie hier Werte von 8 bis 20.

        Vorsicht: PumpUp prft nicht, ob das ausgewhlte Laufwerk
        berhaupt so viele Sektoren auf eine Spur bringt, wie Sie
        einstellen. Wenn Sie also einem DD-Laufwerk 18 Sektoren
        pro Spur entlocken wollen, bekommen Sie, was Sie verdienen:
        Fehlermeldungen beim Formatieren.

DISKETTENTYP
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Wenn Sie sich - wofr ich volles Verstndnis habe - nicht mit
zweiundvierzigtausend Parametern herumschlagen wollen, nur weil
Sie mal schnell eine Diskette formatieren wollen, knnen Sie
unter 'Diskettentyp' auch vordefinierte Standardformate
auswhlen.

720 KB:     Das Standardformat fr ST- und DOS-Disketten.
            9 Sektoren, 80 Spuren, 2 Sektoren pro Cluster,
            2 Seiten.

820 KB:     10 Sektoren, 82 Spuren, 2 Sektoren pro Cluster,
            2 Seiten.

1.2 MB:     15 Sektoren, 80 Spuren, 2 Sektoren pro Cluster,
            2 Seiten. ST-Standardformat fr 5.25"-HD-Disketten.

1.2 MB DOS: Wie eben, nur 1 Sektor pro Cluster, damit doMeSDOS
            bekommt, was es braucht.

1.44 MB:    18 Sektoren, 80 Spuren, 2 Sektoren pro Cluster,
            2 Seiten. ST-Standardformat fr 3.5"-HD-Disketten.

1.44MB DOS: Wie eben, nur 1 Sektor pro Cluster wg. DOS.

1.6 MB DOS: 20 Sektoren, 82 Spuren, 2 Sektoren pro Cluster,
            2 Seiten. Verdammt fett und schnell (siehe unten).

Sollten auch unter diesen Formaten keines sein, das Ihren Wnschen
gengt, gibt es zwei, nein, drei Mglichkeiten:

- Sie versuchen mich zu berreden, das betreffende Format als
  Standardformat unter 'Diskettentyp' zu installieren.

- Sie verfluchen mich und verwenden ein anderes Formatierprogramm.

- Sie benutzen einen RSC-Editor, um ein Format in der RSC-Datei
  PUMPUP.RSC voreinzustellen. Diese Voreinstellung liest PumpUp beim
  Start ein. Wie das funktioniert?

  Nehmen wir an, PumpUp solle fortan als Voreinstellung Disketten
  einseitig formatieren. Dazu laden wir PUMPUP.RSC in den RSC-Editor
  und betrachten den ersten Dialogbaum darin. Dort finden Sie den
  Hauptdialog des Programms. Fr die Einstellung der Seitenanzahl
  sind zwei Buttons zustndig, die mit 'Seiten' bezeichnet sind.
  Geben Sie dem '1'-Button das Attribut 'selektiert' oder 'vorgewhlt'.
  Lschen Sie dieses Attribut beim '2'-Button. Nun sollte der
  '1'-Button schwarz erscheinen, der '2'-Button eben nicht mehr.
  Das gengt bereits.

  Bei den Parametern, die nicht ber eine Auswahl von Knpfen
  einstellbar sind, geht man etwas anders vor. Um die Spur-
  Voreinstellung zu ndern, ediert man das Textobjekt im
  Hauptdialog, in dem die Spuranzahl als Klartext steht.
  Normalerweise steht dort '80'.

  Wie so etwas in Ihrem Lieblings-RSC-Editor funktioniert, mssen
  Sie allerdings selbst herausfinden. Konsultieren Sie dazu die
  Bedienungsanleitung. Ach ja: PumpUp prft Ihre Voreinstellungen in
  der RSC-Datei nur sehr oberflchlich. Es arbeitet in dieser
  Hinsicht nach dem Motto "Mll rein, Mll raus". Wenn Sie also
  unbedingt 99 Spuren einstellen wollen, die Struktur des RSC-Datei
  viel zu unordentlich finden und daher in eine doppelt verkettete
  Liste umbauen oder dreiig hbsche Icons mit dem Abbild Ihrer Freundin
  oder Ihres Freundes in den Hauptdialog plazieren, sind Sie selbst
  schuld, wenn PumpUp darauf etwas ... schnippisch reagiert.
  Legen Sie sich also auf jeden Fall eine Sicherheitskopie von
  PUMPUP.RSC an.


FIXE FORMATE
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Im PumpUp-Dialog haben Sie - nachdem Sie die Parameter eingestellt
haben - die Wahl zwischen "Abbruch", "Formatieren" und "Schnellade-
format". Das ist eine kleine Anmerkung wert.

SCHNELLADEFORMAT:
            Diese Option erzeugt Disketten, die spter besonders
            schnell gelesen und beschrieben werden knnen. Allerdings
            leidet die dabei verwendete Methode unter dem Nachteil,
            da das nicht alle Laufwerke beim Schreiben von Daten
            mitmachen. Dieses Problem ist bereits von den sogenannten
            "Fastload"-Lsungen bekannt. Probieren Sie diese Option
            aus und testen Sie damit formatierte Disketten auf Herz
            und Nieren. Auf den allermeisten Laufwerken werden Sie
            nie irgendwelche Probleme damit haben - ein paar
            Auenseiter gibt es halt leider doch.

FORMATIEREN:
            Auch hier wird versucht, ein mgliches "schnelles"
            Diskettenformat zu erzeugen, das aber gleichzeitig
            ein Maximum an Sicherheit bietet. Wenn Ihr Laufwerk
            Ihnen gelegentlich rger macht oder Sie dem ganzen
            Zauber nicht trauen, ist das die richtige Option
            fr Sie.

Whrend des Formatierens wird ein wachsender Balken angezeigt, der
Sie ber den Fortgang der Operation unterrichtet. Beim Formatieren
werden gleichzeitig die eben formatierten Sektoren geprft; wenn
defekte Sektoren gefunden werden, erscheint eine Meldung mit
etwa folgendem Text:
        "Fehler -16 (Formatieren) in Laufwerk A,
        Seite 1, Spur 30"

Die Zahlen knnen natrlich variieren. Sie haben dann die Wahl:

- "Nochmal": Letzte Operation wiederholen
- "Na und?": Defekten Sektor in der FAT als belegt markieren und
             weitermachen. Der defekte Sektor wird hinfort von
             GEMDOS nicht mehr zum Speichern von Daten benutzt.
             Auf fehlerhaften Disketten sollten Sie trotzdem
             nicht gerade die einzige Kopie Ihrer Steuererklrung
             ablegen.
- "Abbruch": Formatieren ganz abbrechen

Andere Fehlermeldungen knnen beim Schreiben von Bootsektor,
FATs und Wurzelverzeichnis auftauchen. In diesem Falle sollten
Sie die Diskette nochmal formatieren. Wenn dann immer noch
Fehler auftreten, sondern Sie diese Diskette besser als
Ausschu aus.


FEEDBACK
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Anregungen, Wnsche, Fehlermeldungen bitte an

        Claus Brod
        Am Felsenkeller 2
        8772 Marktheidenfeld

        Internet: csbrod@medusa.informatik.uni-erlangen.de
        Mausnetz: Claus_Brod@wue.maus.de

