                                T e X                     27. September 1989
                               =======
                           Version 2.97 / 1.50

  (V 2.97 ist die allgemeine Versionen-Zhlung von Don Knuth, 1.50 ist meine
  eigene Zhlung bzgl. der ST-Implementierung)

  Dies ist Donald E. Knuth's bekanntes TeX, auf den Atari ST portiert und in
  die Sprache C  bersetzt von  Stefan  Lindner.  Diese  Version ist mit dem
  Turbo C Compiler von  Borland/Heimsoeth  bersetzt  und  daher  um einiges
  schneller und krzer als alle anderen Implementierungen, die ich kenne.

     !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     !! Achtung: seit dem  6.7.89 neue Telefonnummer: 0911/759 18 86. !!
     !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  SHAREWARE - Die Bedingungen
  ---------------------------
  Die Diskette darf unter den  folgenden  Bedingungen  beliebig  kopiert und
  weitergegeben werden:
   - Es werden alle Dateien auf der Disk kopiert
   - Diese Datei und das Programm werden nicht verndert
   - Die Weitergabe erfolgt nicht zu kommerziellen Zwecken
   - Ohne Nachfrage  beim  Autor  darf  keines  der  Programme in per Public
     Domain Versand verbreitet werden (zu teuer)

  Jeder, der TeX fter verwendet, soll 60,- DM  (auerhalb Deutschlands 65,-
  DM bzw. ca. US $ 35) an meine unten angegebene Adresse schicken. Damit ist er
  ein registrierter Benutzer und erhlt dafr folgenden Service:
   - Die neueste Version  (mit Seriennummer, dazu unten mehr) wird kostenlos
     zugeschickt.
   - Telefon-Hotline: kostenlose Beratung registrierter Benutzer
   - Wer Interesse an der  Weiterentwicklung  von  TeX  hat,  kann als regi-
     strierter  Benutzer gegen Rcksprache fr 50,- DM den kompletten Quell-
     code (in C) zu TeX anfordern
   - Das erste Update wird kostenlos zugeschickt, bei allen weiteren Updates
     erfolgt eine schriftliche Benachrichtigung.
  Wer schon eine unregistrierte  Version bezogen hat, mu fr die Registrie-
  rung nur noch 50 DM zahlen

  In jeder TeX-Version ist eine Seriennummer enthalten. Wenn jemand (im fol-
  genden A genannt) den oben  genannten Betrag unter  Nennung dieser Serien-
  nummer (sie erscheint beim  Start  am Ende der zweiten Zeile) bezahlt, er-
  hlt er dafr eine Version mit einer neuen Seriennummer. Diese Nummer wird
  bei mir registriert.  Wenn er nun diese  registrierte  Version weitergibt,
  und einer der Empfnger dieser Kopie zahlt seinerseits die 60,- DM, so er-
  hlt A von diesem  Betrag 15,- DM (bzw. ca. US $ 8) als  Belohnung fr die
  Verbreitung des Programmes.  Wenn also nur vier von den Leuten, an die man
  die Diskette weitergegeben hat,  sich bei mir registrieren lassen, hat man
  bereits  seine  Ausgaben amortisiert.  Wenn jemand mehr als dreiigmal die
  Belohnung kassiert, gehe ich davon aus, da es sich um einen kommerziellen
  Software-Vertrieb  handelt und ich gebe an diese  Person keine Belohnungen
  mehr weiter.


  ACHTUNG
  -------
  Nahezu alle Dateien auf den Disketten sind gepackt,   erkennbar an der En-
  dung `.ARC'.  Das hat zum einen  Platzgrnde,  die Disketten sind Randvoll
  und der Preis wre sonst nicht  haltbar,  zum anderen speichert das Archi-
  vierungsprogramm  eine Prfsumme in den Dateien.  Geht unterwegs eine Dis-
  kette kaputt,  wird das vom  Archivierungsprogramm bemerkt und man erspart
  sich rger mit unvollstndigen Dateien.  Das Programm zum Entpacken befin-
  det sich zusammen mit einer Anleitung auf der zweiten Diskette. Eine Shell
  (ARCSH198.PRG) erleichtert die Arbeit des Entpackens.

  In der Dialogbox einfach 'extract from..'  anklicken und mit der daraufhin
  erscheinenden Fileselectbox das zu entpackende archiv auswhlen.  Dann er-
  scheint eine zweite Fileselectbox, mit der man auswhlt, wohin die Dateien
  entpackt  werden  sollen.  Man whlt den Pfad aus und gibt als  Dateinamen
  '*.*' an, damit werden alle Dateien entpackt.

     !!!!! Im Archiv TEX.ARC befindet  sich eine Datei TEXSETUP,  die mit
     '*.*' leider nicht herausgeholt wird. Ihr Name mu separat angegeben
     werden.


  DIE ERSTEN SCHRITTE
  -------------------
  Sie hngen vom verfgbaren Massenspeicher ab. Wer eine Festplatte besitzt,
  hat es recht einfach. Man startet das Programm INSTALL.PRG auf der Disk 1.
  Dort whlt  man  in  der  Dialogbox  den Punkt  TeX an und schreibt hinter
  `TeX-Pfad' den  Namen des  Ordners,  in dem TeX  installiert  werden soll.
  Dieser Ordner mu vorher noch nicht existieren, in diesem Fall wird er vom
  Installationsprogramm  selbst erzeugt.  Als  Ordnername mu der ganze Pfad
  einschlielich Laufwerk angegeben werden.  Jetzt mu man nur noch die Auf-
  forderungen auf dem Bildschirm befolgen (Diskette 2 einlegen...) und schon
  ist TeX installiert.

  Wenn auf der Festplatte schon ein  ARC-Programm vorhanden ist,  kann es in
  der untersten Zeile eingetragen werden.  Bleibt diese Zeile leer, wird das
  ARC-Programm von Diskette kopiert und anschlieend wieder gelscht.

  Wer will,  kann die beiden  TeX-Disketten auch komplett auf Festplatte ko-
  pieren und von dort installieren.  Um die  Meldung "Bitte 2. Diskette ein-
  legen ..." zu vermeiden kann man in der Datei INSTALL.TEX (beiden Treibern
  in der Datei INSTALL.PRT) die Zeile mit dem '!' am  Anfang  entfernen  und
  das ganze Paket in einem Rutch installiert werden.

  Dazu braucht man 1,5 MB  Speicher  auf der  Platte.  Anschlieend  mu der
  Previewer und beliebig viele  Treiber  installiert werden.  Das  geschieht
  separat, weil nicht jeder gleich 4 MB auf einer  Partition frei hat.  Pre-
  viewer und  Druckertreiber  kann man  nmlich auch  auf einer ganz anderen
  Partition oder in einem anderen Ordner verstecken.  Der Previewer  braucht
  mit seinen Zeichenstzen zusammen zwar nur 370 kB,  ein Treiber fr den P6
  mit 360x360 dpi berfordert aber mit 1 MB doch manchmal die  Kapazitt ei-
  ner Partition.  Hat man sich entschieden,  wo die Zeichenstze und Treiber
  stehen  sollen,  startet man  erneut  INSTALL.PRG  auf der Diskette TEX 1,
  whlt Treiber an und schreibt den Pfad, unter dem die  Treiber installiert
  werden sollen hinter `TeX-Pfad'.  Wenn der  Previewer  fertig  installiert
  ist, wiederholt man das ganze mit der ersten Diskette des Treibers.

  Auch mit dem neuen Tos 1.4 kann es zu Problemen wegen zu wenig  freiem in-
  ternem  Speicher kommen  (40-Ordner-Problem).  Es ist in jedem Fall ratsam
  das Programm FOLDR100.PRG zu starten, das im Auto-Ordner steht.  Am besten
  bootet man gleich mit der Diskette 1 im Laufwerk. Wer angst vor Viren hat,
  kann ja vorher ein entsprechendes Programm laufen lassen.

  Wer die vorgegebene  Ordnerstruktur nicht  bernehmen will,  sollte darauf
  achten,  hohin er seine  TeX-Ausgaben  (Pfad hinter `outputpath =') lenkt.
  ber den  entsprechenden  Ordner wird nmlich eine quersumme gebildet,  um
  die Anzahl der notwendigen TeX-Lufe zu ermitteln.  Lenkt man die  Ausgabe
  in den  gleichen  Ordner wie die LOG- oder DVI-Dateien,  kommt es zu einer
  Endlosschleife von TeX-Aufrufen!  Man sollte hier wirklich einen separaten
  Ordner verwenden, was auch das Aufrumen der Platte sehr erleichtert.

  Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: im Ordner 'METAFONT' auf der zweiten
  Diskette ist kein METAFONT zu finden,  das htte nicht auch noch Platz auf
  den Disketten.  Er enthlt nur eine leere Setup-Datei fr METAFONT,  damit
  sich die Shell nicht bei jedem Start ber deren Fehlen beschwert. Auerdem
  befinden sich alle MF-Dateien, die fr die Anleitungen verwendet wurden in
  diesem Order.  Der Ordner mu allerdings noch von Hand entpackt werden, da
  eine automatische  Installation ein  eventuell schon vorhandenes  METAFONT
  berschreiben knnte.

  Jetzt kann man die Anleitung zu TeX und Shell ausdrucken. Dazu startet man
  den jeweiligen Treiber  (z.B. P6_HIGH.TTP)  und gibt in der  Kommandozeile
  den Pfad an, der in der Datei TEXSETUP hinter dem `dvipath := ' steht, ge-
  folgt von `TEX_MAN.DVI' an.  Hat man  TeX z.B.  unter  D:\TEX installiert,
  lautet die Kommandozeile:
               `D:\TEX\TEXOUT\DVI\TEX_MAN.DVI'
  Dann  die Return-Taste und die TeX-Anleitung wird ausgedruckt.  Anschlies-
  send druckt man die Anleitung zur Shell aus. Hier lautet die Kommandozeile
               `-h1mm -v1mm D:\TEX\TEXOUT\DVI\TS_MAN.DVI'
  Die weitere Vorgehensweise entnimmt man der gerade ausgedruckten Anleitung
  zu TeX.

  Wer keine Festplatte hat,  mu einen etwas umstndlicheren Weg gehen.  Man
  nehme die Datei TEX_MAN.DVI und  kopiere  sie  auf  eine  leere  Diskette,
  ebenso TS_MAN.DVI.  Dort erzeugt man sich einen Ordner Namens  'PRTFONTS'.
  Das weitere  Vorgehen hngt vom  verwendeten Druckertreiber ab.  Man ber-
  nimmt von der Diskette mit dem Treiber den Namen des Ordners 'RESXXX.XXX',
  der im  Ordner  'PRTFONTS'  angelegt  wird.  In diesem Ordner 'RESXXX.XXX'
  (bitte, bitte die 'XXX'e nicht mittippen,  sondern auf der Treiberdiskette
  nach dem Namen sehen,  z.B. RES300.SLM)  legt man sich folgende Ordner an:

    MAG____1.000, MAG____1.095, MAG____1.440, MAG____1.728, MAG____2.488,
    MAG____3.583 und MAG____6.192.

  Diese Ordner nehmen die  Zeichenstze in verschiedenen Vergrerungen auf.
  In den Ordner MAG____1.000  entpackt man mit  Hilfe  von  ARC die  Dateien

    CMBX10.PK,     CMBX12.PK,     CMMI8.PK       CMR8.PK,       CMSL12.PK
    CMSSQ8.PK,     CMSSQI8.PK,    CMR10.PK und   LOGO12.PK,

  in den Ordner MAG____1.095 werden die Dateien 

    CMBX10.PK,     CMCSC10.PK,    CMMI10.PK,     CMR10.PK,      CMSL10.PK,
    CMSY10.PK,     CMTI10.PK und  CMTT10.PK   entpackt.

  In den Ordner MAG____1.728 wird die Dateie CMBX10.PK entpackt.

  In den Ordner MAG____2.488 wird die Dateie CMB10.PK entpackt.

   In den Ordner MAG____3.583 wird die Dateie UTT10.PK entpackt.
   
    In den Ordner MAG____6.192 wird die Dateie KAPNUM.PK entpackt.

  Die Dateien holt man aus den entsprechenden Ordnern auf den Treiberdisket-
  ten,  also die Datei  CMBX10, die in MAG____1.728 landen soll,  steht auch
  auf der Diskette im  Ordner MAG____1.728,  gearct  (was fr ein  Wort)  in
  PK_FONTS.ARC.

  Zuletzt   kopiert   man   seinen   Druckertreiber  (NL10.TTP,  P6_LOW.TTP,
  P6_HIGH.TTP oder  SLM804.TTP) auf die Diskette.  Jetzt schaltet man seinen
  Drucker ein und  startet den  Ausdruck mit  '<treiber>.TTP tex_man'  (beim
  Atari-Laserdrucker mu die Diabolo-Emulation geladen werden!!!). Verwendet
  man also den Atari-Laserdrucker,  lautet der  Aufruf 'SLM804.TTP tex_man'.
  Die Anleitung zur Shell druckt man ebenso aus (siehe oben).  Alles weitere
  steht in der ausgedruckten Anleitung.


  ANFRAGEN
  --------
  Es gibt hier in  Deutschland  zwei  Mailboxen mit TeX-Brett,  ber die ich
  indirekt zu erreichen bin,  ber den Lutz Birkhahn.  Es wre also durchaus
  mglich,  sein Dokument in die Box zu stecken und man bekommt mit der Post
  seinen  Ausdruck auf Laser.  Wer einen  Akustikkoppler oder ein Modem hat,
  kann Lutz in folgenden Mailboxen erreichen:
   - ASK  Mailbox  Erlangen  (AME), Tel.-Nr. 09131 / 99 29 98,  Benutzername
     LUTZ (Parameter: 8/N/1, 24 h online).  Mailbox ist an das Zerberus-Netz
     angeschlossen, ohne Netz-Zugriff ist die Mailbox kostenlos.
   - Mailbox  System  Nrnberg (MSN), Tel.-Nr. 0911 / 33 00 39 oder 33 10 40
     (Parameter  300/8/N/1)  oder  DATEX-P  (+262) 45 9110 10290.  Bei  Name
     'ZCZC' und bei  Empfnger  'L.Birkhahn'  eingeben.  Damit hat man einen
     kostenlosen  Zugang zu diesem  System  und  kann  uns einen bis zu 4000
     Zeichen langen Text senden.  Als eingetragener Benutzer mu man 20,- DM
     im  Monat  (bzw. Schler,  Studenten etc. 20 DM im Jahr)  bezahlen (und
     kann dann wie blich auch Nachrichten lesen).
  In beiden Mailboxen gibt es TeX-Bretter, in denen aktuelle Informationen,
  Programme sowie allgemein interessierende Fragen und Antworten zu TeX und
  METAFONT stehen.

  Fr Anfragen, Kommentare, Verbesserungsvorschlge, Fehlermeldungen bin ich
  jederzeit empfnglich (tglich zwischen 18 und 19 Uhr,  nur am Samstag und
  Sonntag bin ich oft nicht zu erreichen,  was aber nicht heit,  da man es
  nicht versuchen darf). Meine Adresse:

      Stefan Lindner
      Iltisstrae 3
      8510 Frth
      (Federal Republic of Germany)

      Tel.: 0911 / 759 18 86
      Kontonummer: 884825 bei der Stadtsparkasse Frth
                   BLZ 762 500 00

  Bei der  Registrierung  bitte  unbedingt  die  Seriennummer (erscheint bei
  jedem Start von TeX in der zweiten Zeile auf dem Bildschirm)  mit angeben,
  damit ich die Belohnung weiterleiten kann.


  Zum Schlu mchte ich noch darauf  hinweisen,  da es von  Lutz  Birkhahn,
  Frther Str. 6, 8501 Cadolzburg 2 zu hnlichen Konditionen den zugehrigen
  Font-Generator  METAFONT von  Donald  Knuth gibt.  Auerdem ist ein groer
  Teil der Programme des Umfelds von TeX und  METAFONT  bei  mir  vorhanden,
  z.B. ein WEB fr PASCAL,  ein WEB fr C  (von der UNI  Darmstadt)  und die
  TeXware (POOLtype,  TFtoPL,  PLtoTF  und  DVItype).  Teils noch in PASCAL,
  teils schon in C.

  Viel Spa mit TeX (und ggfs. METAFONT)!


  WAS IST NEU IN 1.50?
  --------------------
  (Nur fr Besitzer lterer Versionen wichtig.)
  In TeX V2.97/1.44 wurde die  Gre des  Eingabepuffers  (buf_size) von 500
  auf 2000 erhht.  Es gibt auerdem neue  Zeichenstze fr alle Gerte,  an
  den METAFONT-Quellcodes hat  sich was gendert.  Dann gibt es noch zustz-
  lich die in TUGboat 1/89 vorgestellten  Concrete-Zeichenstze  (fangen mit
  cc an) und den kleinen Zeichensatz HANDS,  der hinter den  Buchstaben  A-D
  vier Hnde verbirgt.  PLAIN ist neu,  ein paar kleine Fehler wurden besei-
  tigt, unter anderem der lstige Fehler bei `\mapsto'.  Ich rate jedem, der
  mit PLAIN arbeitet, einen neuen INITeX-Lauf zu veranstalten.

  Ebenso  gibt es ein neues  LaTeX,  also ebenfalls einen neuen INITeX-Lauf.
  Das  lt  sich schon deshalb nicht vermeiden,  weil sich der  String-Pool
  (TEX.POO)  gendert hat und von  TeX 1.50  deshalb  die  alten FMT-Dateien
  nicht mehr akzeptiert werden.

  Es hat sich anscheinend noch nicht  herumgesprochen, da man  sowohl  TeX,
  als auch METAFONT, als auch die Treiber  durch  gleichzeitiges Drcken von
  CONTROL und ALTERNATE abbrechen kann.

  Die nderungen von Version 1.44 auf Version 1.50  betreffen  fast  nur das
  endlich fertige `groe' TeX, das mehr als 65535 memory_word's kann.

  Wichtig! Bei  Fehlermeldungen am  Telefon bitte vorher die Versionsnummer,
  sei es nun TeX  oder einer der Treiber  (Achtung!  zwei  Versionsnummern),
  feststellen, sonst kann ich nicht viel weiterhelfen.

  Der Previewer ist ab sofort Grobildschirm tauglich. Auerdem kann mit der
  Taste `Help' die  Seite so  verkleinert  werden,  da sie komplett auf den
  Bildschirm pat. Mit `Undo' wird der ursprngliche Zustand, also die groe
  Darstellung, wiederhergestellt.



  ANHANG A
  --------
  Es wird immer wieder gefragt, wie man denn in der '\verbatim'-Umgebung von
  LaTeX Umlaute verwenden kann.  Hier die Antwort,  Lutz hat sich mal hinge-
  setzt und einen kurzen Leitfaden zusammengestellt.

  Frage: Fr die  Beschreibung  einer  Programmiersprache  sollen  Beispiele
  dieser  Sprache mit dem  "verbatim-Environment"  von LaTeX gesetzt werden,
  damit man nicht bei jedem Sonderzeichen berlegen mu, wie dieses in LaTeX
  eingegeben werden mu,  und automatisch der  Typewriter-Zeichensatz einge-
  schaltet wird. Soweit funktioniert das ganz gut, nur die deutschen Umlaute
  werden ebenfalls "verbatim" ausgegeben, d.h. sie erscheinen als "a, "o, "u
  etc. Sie sollen jedoch als normale Umlaute gesetzt werden.
  Kurz: Wie kann ich Umlaute im Verbatim-Environment verwenden?

  Antwort:  Im Vorspann (also vor dem "\begin{document}") definiere man sich
  ein neues Environment mit dem Namen "beispiel":

            \makeatletter
            \newenvironment{beispiel}%
               {\let\dospecials\original@dospecials}%
               {\let\dospecials\german@dospecials}
            \makeatother

  Dann umschliesse man jedes Beispiel mit

            \begin{beispiel}\begin{verbatim}
               .... hier steht das Beispiel mit Umlauten
            \end{verbatim}\end{beispiel}

  Einzige  Voraussetzung  ist,  da man in der Definition des \documentstyle
  die Option "german" setzt, also z.B.

            \documentstyle[german]{article}

  damit  die   Umlaute   berhaupt  definiert  sind  (und  auch  die  Makros
  \original@dospecials und  \german@dospecials),  aber das sollte ja sowieso
  bei jedem deutschen Text gemacht werden.

  Die "Nur-Anwender" knnen jetzt `q' drcken, fuer Interessierte folgt noch
  eine kurze Erklrung,  warum das Ganze  funktioniert  (Knuth htte vor den
  Rest dieses Textes mindestens ein "dangerous bend" gesetzt).

  Ein  wesentlicher  Bestandteil  der  Verbatim-Umgebung  ist ein Aufruf des
  Makros \dospecials, bei dem smtliche Sonderzeichen zu ganz normalen Buch-
  staben umdefiniert werden,  und damit ihre besonderen  Bedeutungen verlie-
  ren. In der Datei GERMAN.STY wird \dospecials noch um einen Eintrag erwei-
  tert,  so da auch die  doppelten  Anfhrungszeichen (") als Sonderzeichen
  behandelt werden (bzw. bei \verbatim ihre  besondere Bedeutung verlieren).
  Das alte  \dospecials  bekommt den Namen  \original@dospecials,  das  neue
  ("deutsche")  heisst nun  \german@dospecials.  \dospecials wird so umdefi-
  niert,  da im Normalfall \german@dospecials aufgerufen wird. Will man nun
  deutsche Umlaute in der Verbatim-Umgebung haben, so mu verhindert werden,
  da die doppelten Anfhrungszeichen ihre Spezialbedeutung verlieren.  Dazu
  definiert     man    \dospecials     wieder    auf    das    ursprngliche
  \original@dospecials.  Genau das wird im \newenvironment-Befehl im zweiten
  Argument gemacht (das zweite Argument wird bei einem \begin{beispiel} aus-
  gefuehrt):

            \let\dospecials\original@dospecials

  Beim Befehl \end{beispiel} (drittes Argument von \newenvironment) muss das
  ganze wieder rckgaengig gemacht werden:

            \let\dospecials\german@dospecials

  Aufmerksame TeXbook-Leser werden jetzt einwenden,  da der Klammeraffe (@)
  gar kein normaler Buchstabe ist,  und folglich nicht in Makronamen verwen-
  det werden darf. Das ist richtig, im Normalfall wrde TeX nach der Defini-
  tion eines Makros \original suchen,  und dann das @dospecials als normalen
  Text weiterverarbeiten.  Wie so fast alles im TeX kann man jedoch auch die
  Bedeutung  des  Klammeraffen ndern,  so da TeX dieses Zeichen in Zukunft
  als ganz normalen  Buchstaben ansieht.  Dies wird vom Makro  \makeatletter
  erledigt  (der Klammeraffe wird im englischen oft als "at" ausgesprochen).
  Entwickler von Makropaketen verwenden oft solche speziellen Zeichen in den
  Namen von Makros,  die nur intern vom  Makropaket verwendet werden sollen,
  aber nicht von Otto Normalverbraucher. Seine gewohnte Bedeutung erhlt der
  Klammeraffe durch Aufruf des Makros \makeatother.

  Praktischer   wre   das   neue  Environment  "beispiel"  noch,  wenn  das
  \begin{verbatim} und \end{verbatim} automatisch aufgerufen wuerden, so da
  man nur tippen braeuchte:

            \begin{beispiel}
               .... bla bla bla
            \end{beispiel}

  Der  Anfang ist noch recht einfach,  man hngt an das zweite  Argument von
  \newenvironment einfach ein  "\begin{verbatim}"  an.  Das Problem ist aber
  das Ende:  das  Verbatim-Environment  hrt  erst  dann auf,  wenn irgendwo
  "\end{verbatim}"  steht,  und   zwar   Buchstabe   fuer   Buchstabe.   Das
  "\end{beispiel}"  wrde  einfach  verbatim gesetzt,  ohne da dieses Makro
  auch nur die geringste Chance htte,  expandiert zu werden. Auch der ganze
  Rest des Dokumentes wrde noch verbatim gesetzt,  wenn nicht zufllig noch
  irgendwo ein "\end{verbatim}" auftaucht.

  Die einzige Moeglichkeit, die ich in diesem Fall sehe,  besteht darin, die
  Definitionen (das sind nicht gerade wenige) fuer das  Verbatim-Environment
  zu  kopieren und in  "beispiel"  umzubenennen,  und  dann den  Aufruf  von
  \dospecials in \original@dospecials abzuaendern.


  ANHANG B
  --------
  Wer seine  Installation  anders  organisiert haben will,  dem sei hier der
  Aufbau der  INSTALL-Dateien  verraten.  Wer daran etwas ndert sollte aber
  bedenken,  da diese nderungen auch  Auswirkungen auf die Datei  TEXSETUP
  haben knnen.

  Jede Zeile beginnt mit einem  speziellen Zeichen mit jeweils folgender Be-
  deutung:
  
  + Im Zielordner wird der Ordner erzeugt,  der direkt nach dem + folgt. Der
    Ordner gilt bis zur Angabe eines neuen Ordners als Zielordner. Falls dem
    '+' kein Pfad folgt, wird kommentarlos auf die oberste Ebene geschaltet.
    Alle nachfolgenden Operationen,  sei es nun Kopiern oder Entarcen, haben
    diesen Ordner als Ziel.  Zu Beginn ist er auf das in der Dialogbox ange-
    gebene Ziel eingestellt.
  : Nach diesem Zeichen folgt der Name einer ARC-Datei, die auf dem Laufwerk
    A: liegen mu.
  ! Es folgt ein Text,  der auf dem Bildschirm ausgegeben wird. Anschlieend
    wird auf eine Taste gewartet.
  $ Wie '!', nur wird anschlieend nicht auf eine Taste gewartet.
  > Die  nachfolgende  Datei (auf A:)  wird in den  zuletzt erzeugten Ordner
    kopiert.  Folgt dem Dateinamen eine  Hexadezi-malzahl,  so ist dies eine
    "CRC"-Prfsumme (ARC-kompatibel), die beim Kopieren berprft wird.
  Jeder andere  Buchstabe  wird als Anfang einer Datei gesehen,  die aus dem
    zuletzt mit : ausgewhlten ARC-File in den zuletzt angelegten Ordner
    kopiert wird.

